Weniger ist mehr: Ein Projekt zur pädagogischen Arbeit mit begrenztem Material

Vor der Entwicklung des Projektes, habe ich mich bei Kids & Welcome beworben und in verschiedenen Unterkünften hospitiert. Anschließend habe ich mich für die Unterkunft in Hamburg-Harburg entschieden und mich mit möglichen Erfahrungen der Kinder auseinandergesetzt. Dies war für eine sensible Projekt- und Angebotsplanung wichtig. Das Kennenlernen und die Ergründung der Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen nahm des Weiteren viel Zeit und Raum ein. Mein Fachwissen zur pädagogischen Arbeit mit reduziertem Material war zudem unerlässlich. Im Anschluss an die Hospitation plante ich die einzelnen Einheiten „Malen mit Naturmaterialien“ und „Springseile“. Anbei ist exemplarisch eine der von mir erarbeiteten Methoden zu finden:

Methode 1: Malen mit Naturmaterialien

Beginn (30 Minuten)

Zunächst versammeln wir uns im Kreis und schreiben die Namen der Kinder auf. In der Mitte des Kreises liegt auf drei Stapeln Papier. Wir begrüßen uns und ich erkläre das Vorhaben. Dabei achte ich darauf den Kindern trotz präziser Beschreibung nicht alle Erkenntnisse vorweg zu nehmen. Die erste Phase beinhaltete die Aufgabe des Suchens und Ausprobierens der Materialien vor Ort. Die Kinder und Jugendlichen dürfen sich ein Blatt nehmen und so viele Naturmaterialien wie möglich auf dem Papier sammeln. Anschließend treffen wir uns wieder auf dem Platz.

Vertiefung (40 Minuten)

Alle Kinder erhalten die Gelegenheit sich über die Farben auszutauschen, Tipps zu geben oder anzunehmen. Dies geschieht freiwillig und reihum. Im Anschluss können sich weitere Blätter genommen werden, um sich auf dem Gelände zu verteilen und malen zu können. Die Kinder können selbst entscheiden ob sie lieber alleine oder zusammen mit anderen malen wollen und welche welche Materialien sie nutzen möchten.

Abschluss (10 Minuten)

Wir treffen uns Im Anschluss erneut auf dem Platz. Wer möchte kann nun sein Werk präsentieren. Erfahrungsgemäß ist die Präsentation ein gern genutztes Medium der Kinder, deshalb ist sie aus zeitlichen Gründen auf zwei Werke limitiert.

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