Engagiert beim ASB und beim Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V.

Das, was alle Pfadfinder*innen weltweil verbindet ist Robert Baden Powell, der damals die Grundlage für unsere Arbeit legte, durch einen sehr ähnlichen Pfadfinder*innen-Regel-Kanon und als Erkennungszeichen das Halstuch sowie einige Rituale.

Doch was macht man denn nun bei den Pfadfinder*innen? In meinem Alter schafft man vor allem ein Angebot für Kinder und Jugendliche sich frei zu entfalten. Ich habe selber mit 12 bei den Pfadfinder*innen angefangen. Die Jüngsten bei uns sind schon mit 6 Jahren dabei. Die Kleinsten spielen, backen und basteln gemeinsam. Ab 12 kommt man dann in eine Sippe, das ist eine kleine Gruppe um die 5 Personen, die gemeinsam eigentlich weiterhin spielen, backen und basteln. Allerdings beschäftigt man sich dann auch mit den ersten gesellschaftlichen Themen, diskutiert und informiert sich. So wurden wir zum Beispiel bei Fridays for Future aktiv, beschäftigten uns mit den SDGs und haben ganz viele coole Aktionen zu diesen Themen gemacht. Ein weiterer Kernpunkt der Sipplingsstufe ist das “auf Fahrt gehen”. Das bedeutet gemeinsam zu wandern und fremde Länder und Gegenden zu erkunden. Man macht sich also mit der Gruppe und den Gruppenleitungen auf den Weg durch Wiesen und Felder mit allem im Rucksack, was man braucht. Nie habe ich 4 Wände und eine warme Dusche so sehr genossen wie nach 3 Wochen Fahrt und Lager  (Lager bedeutet, dass man an einem Ort meistens mit einer größeren Gruppe bleibt).

Sobald man 16 wird geht man über in die Ranger und Rover Stufe. Man ist nun für sich selbst verantwortlich. Die R*Rs haben keine Gruppenleitung mehr und organisieren sich nicht nur selbst, sondern sind nun die Gruppenleitungen der Sipplinge und Wölflinge (die Jüngsten). Dies ist ein Kernpunkt der Pfadfinderei beim BdP “Jugend für Jugend” ist neben “learning by doing” einer unserer großen Leitsprüche. Bei uns darf jede*r alles ausprobieren und auf die Nase fallen oder eben nicht. Als zusammengschweißte Gemeinsaschaft unterstützen wir uns gegenseitig um uns zu entwickeln und zu entfalten. Durch die frühe Übernahme von Verantwortung für sich selbst und andere, wird man schnell selbstständig. Gleichzeitig habe ich selten woanders erwachsene Menschen gesehen, die so sehr Kind geblieben sind wie bei den Pfadfinder*innen. Selbstreflexion und kritischer Umgang mit sich und der Umwelt ist dabei wohl eine der wichtigsten Fähigkeiten, die man mitbekommt.

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