Digi-Tandem – läuft!

Beitrag von Laszlo

„Hast Du eigentlich ein Fahrrad, Laszlo?“ fragt mich mein 8-jähriger Mentee, als unser Kennenlern-WhatsApp-Call eigentlich schon fast vorbei ist, um kurz danach selbstbewusst hinterherzuschieben: „Meins ist ziemlich klein, aber dafür richtig schnell!“ – „Das schreit nach einem Wettrennen, sobald wir wieder dürfen“, entgegne ich nicht weniger selbstbewusst und lege damit gleich die erste Aktivität für ein echtes Treffen nach Corona fest.

Bis September finden die Mentoring- und Tandem-Programme von KinderHelden allerdings noch im digitalen Raum statt. Das DigiTandem soll Grundschulkinder und ihre Eltern dabei unterstützen mit dem neuen Schulalltag klarzukommen. Dafür telefonieren die Mentor*innen 1-2 mal pro Woche mit ihren Mentees, um ihnen bei den Schulaufgaben zu helfen, mit ihnen zu lesen, zu spielen, zu reden oder einfach nur ein offenes Ohr für sie zu haben. „Soll ich dich dann am Freitag wieder anrufen?“, frage ich, bevor wir auflegen. „Ja, aber erst nächste Woche, diese Woche sind noch Ferien!“

Start with a Friend SwaF

Beitrag von Anna C.

Da ich bereits in meiner Heimat einige Jahre ehrenamtlich mit Geflüchteten und Migrant*innen gearbeitet habe, wollte ich mir gerne in diesem Bereich ein Engagement in Hamburg suchen. Gleichermaßen denke ich, dass es sich sehr gut mit meinem Ethnologie-Studium verknüpfen lässt und ich mich persönlich auch gerne über Kulturen und Lebensweisen austausche.

Bevor das Seminar richtig anfing, habe ich mir bereits Organisationen rausgeschrieben, die mein Interesse weckten. Mit dabei war auch Start with a friend (SwaF). Die Seminarleiterin Cornelia hat mir dann auch direkt die Emailadresse gesendet und ich konnte mit einer Mitarbeiterin von SwaF in Kontakt treten. Nach einigem Email-Kontakt hatten wir dann am 1. Mai unser erstes Telefonat und Ava redete mit mir über die Tandempartnerschaften und verschiedene Team-Engagements. Ich wollte gerne ein Tandem eingehen und mich im Team selbst engagieren. Dementsprechend sollte ich mich für das Tandem-Projekt online anmelden und Ava wollte mich dann nochmals anrufen, sodass sie schnell eine/n Tandempartner/in für mich finden konnte. Ebenfalls hat sie eine E-Mail an einen ihrer Kollegen (Christian) gesendet, damit ich mit ihm über die Arbeit im Team reden konnte. Am 5. Mai rief mich Ava nochmals an und ich sollte mich selbst ein wenig beschreiben, damit sie eine/n passende/n Partner/in finden konnte. Einige Tage später bekam ich eine E-Mail von einer anderen SwaF-Mitarbeiterin mit einer Beschreibung zu einem passenden Tandem. Jetzt fange ich mein Tandem mit T. an. Er kommt aus Eritrea und lebt seit 5 Jahren in Deutschland. Wir stehen bereits über WhatsApp in Kontakt und wollen uns am kommenden Montag zu einem „Corona-Spaziergang“ treffen, mit genug Abstand und eventuell einem guten Coffee to go.

Gestern Abend, am 21.05., hat mich dann Christian über Zoom angerufen und mit mir über die 3 einzelnen Teams geredet. Es gibt das Vermittler-, das Event- und das PR-Team. Wir beide haben jetzt ausgemacht, dass ich in das Vermittler- und PR-Team mal reinschnuppern werde und mich dann entscheiden kann. Denn durch Corona ist es momentan sehr schwierig irgendwelche Events für die Tandems zu planen, von daher habe ich eher Interesse in einem der anderen beiden Teams mitzuwirken. Nach dem Gespräch bekam ich direkt eine E-Mail von Christian, in der das E-Learning angehängt war. Jeder, der Teil des Teams werden möchte, muss sich das E-Learning durchlesen, welches die Datenschutzrichtlinien und weitere Informationen zu SwaF beinhaltet. Also werde ich mir die Dokumente am Wochenende durchlesen, um dann auf die nächsten Schritte zu warten.

Der Kontakt zu SwaF war einfacher als erwartet, insbesondere jetzt in der Pandemiezeit. Daher freue ich mich schon sehr auf die kommenden Wochen und insbesondere auf Montag, wenn ich T. kennenlernen werde.

Wieso Workshops mehr Planung benötigen als erwartet

Beitrag von Emi

Mein Engagement für dieses Semester besteht darin, einen gendersensiblen Workshop für die Mitarbeiter*innen eines Kinder- und Jugendhilfeträgers zu gestalten. Hierfür habe ich als Unterstützung hinter den Kulissen mit einem Dipl. Sozialpädagogen der erziehungswissenschaftlichen Fakultät gesprochen und mir fiel auf, dass ein langfristiger Projektaufbau Ressourcen benötigen würde, die wir nicht hatten und die auch fernab eines ehrenamtlichen Engagements waren. Dass ich in meinen Vorstellungen mal wieder zu weit gegangen war und die Sache viel zu kompliziert angehen wollte, war nicht wirklich eine Überraschung. Statt also ein dauerhaftes Projekt zu gestalten, entschied ich mich dazu nur einen Workshop für den Träger zu halten.

Um zu wissen, was der Träger von mir erwartet und wie realistisch die Umsetzung meiner Projektidee tatsächlich sein würde, habe ich mich am 20. Mai mit A. Dargel zusammengesetzt. Zu meiner Freude war der Träger sehr interessiert an meiner Idee und spielte schon länger mit dem Gedanken einen derartigen Workshop oder eine Fortbildung anzubieten. Im Laufe der Besprechung haben wir uns darauf geeinigt, dass wir von einem Genderkompetenz-Training abweichen und den Workshop offener gestalten werden. Die Basics zum Thema Gender sollen erhalten bleiben, dann aber in Richtung praktischer Problembesprechung gehen. Den Fokus wollen wir also auf den Umgang mit sexistischen, homophoben und transphoben Kommentaren legen. Dazu gehört natürlich auch ein kurzes Briefing über die jeweiligen Thematiken. Letztendlich soll es sich dabei um einen etwa 7-stündigen Workshop-Tag handeln, bei dem ich von interessierten Mitarbeiter*innen des Trägers unterstützt werde. (Studentische Unterstützung ist weiterhin gerne gesehen, egal ob aus dem Kurs oder außerhalb! Interessierte können sich weiterhin bei mir melden, ich würde mich sehr freuen!) 

Soweit zur Planung. Wie die Umsetzung letztendlich aussehen wird, hängt davon ab, wie mein Konzept gegen Ende Juni aussehen wird, was die Bereichsleitung des Trägers noch für Anmerkungen hat und wann ein Raum für die Veranstaltung gemietet werden kann. Der Raum ist wiederum davon abhängig, wie viele Teilnehmer*innen es geben wird. Der Träger selbst umfasst 280 Mitarbeiter*innen, wir planen aber mit einer stellvertretenden Person pro Team, die dann als Multiplikator*innen für das Thema wirken sollen. Bisher sieht es so aus, dass ich Ende Juli ein weiteres Treffen mit A. Dargel und interessierten Helfer*innen haben werde. Und, sofern die aktuellen Regelungen bzgl. Versammlungen sich nicht verlängern, die Ausrichtung des Workshops Ende September angesetzt wird.

Es bleibt also spannend, wie sich das Projekt weiter entwickeln wird. Bis dahin wünsche ich euch allen gutes Gelingen für eure Projekte, bleibt gesund und zeigt Solidarität

Eure Emi

#SaveSolidarity, Blogbeiträge u.a.

Beitrag von Fabienne

Zudem veröffentliche ich unabhängig von den jeweiligen Mitmachaktionen einige Impulse auf dem Blog, um Denkanstöße in der Situation von Corona und Anregungen neben der Teilnahme an den Mitmachaktionen geben. Ich habe mich für dieses Engagement entschieden, da es mir die Möglichkeit gibt, eigene Ideen umzusetzen und mit Möglichkeiten der Online-Mobilisierung zu experimentieren. Die Freiheit in der Gestaltung hilft mir vor allem in Coronazeiten, Hürden wie Kontaktverbot und damit verbundene bürokratische Schwierigkeiten zu umgehen, und gibt mir den Raum, mich nach dem Absolvieren verschiedener interessanter Engagements in den vergangenen Jahren an einer völlig neuen Art des Engagements auszuprobieren.

#SaveSolidarity

Ich habe mir innerhalb meines Projekts „Save Solidarity“ einige online stattfindende Mitmachaktionen überlegt, die im Abstand von vierzehn Tagen angesetzt werden und die besonders die Seenotrettung in den Fokus rücken sollen. Durch kreative Posts, die von den Teilnehmenden der Aktion auf sozialen Netzwerken geteilt werden, können politische Botschaften zugunsten geflüchteter und flüchtender Menschen als Alternative zu Demonstrationen auf der Straße weitergegeben werden.

Die Mitmachaktionen habe ich zusammen mit meinen Kommilitoninnen Róisín und Julie geplant. Die Planung haben wir über Zoom-Videokonferenzen und innerhalb einer Whatsapp-Gruppe ausführen können. Die Kommunikation zwischen uns hat bisher super funktioniert.

„#SaveSolidarity, Blogbeiträge u.a.“ weiterlesen

Engagiert beim Ijel e.V.

Beitrag von Isabelle

Ich habe mich dazu entschieden mich im Ijel e.V. (Internationaler Jugendverband Europa-Lateinamerika) zu engagieren, da ich seit letztem Jahr Mitglied und seit Kurzem auch Teil des Vorstands bin. Gerne würde ich mich mehr einbringen und einige Dynamiken im Verein verändern bzw. würde ich die Vereinsarbeit generell etwas attraktiver gestalten, sodass sich wieder mehr Ijelist@s einbringen.

Andererseits wäre es auch sehr interessant zu erfahren, was den Ijelist@s am/im Verein gefällt und was nicht, was wir beibehalten sollten und was verändert werden könnte. Wir hatten im April ein Ijel-Wochenende geplant, welches aufgrund der Pandemie nicht zustande gekommen ist. Daher kam mir die Idee eine kleine Umfrage zu erstellen um ein Meinungsbild der Ijelist@s zu erhalten. Noch besser wäre es, wenn wir die Ergebnisse nach der Pandemie auf einem verschobenen Ijel-Wochenende besprechen könnten. Somit könnte ich diese Zeit sinnvoll nutzen, um etwas für den Ijel zu tun und mich mehr einbringen.

Ich habe mich mit den restlichen Vorstandsmitgliedern des Ijel e.V. in Verbindung gesetzt und die Idee vorgeschlagen, eine Umfrage innerhalb des Vereins auszuarbeiten. Der Vorschlag stieß auf eine sehr positive Resonanz. In der vergangenen Woche haben wir uns via Zoom getroffen, um Fragedimensionen zu besprechen, welche in den Umfragebogen aufgenommen werden könnten/sollen. Ebenfalls habe ich mich mit Ijelist@s, die dem Verein schon länger angehören unterhalten, um einen besseren Eindruck der Vereinsgeschichte und Dynamik zu erhalten. Momentan bin ich dabei methodisch einen Fragenkatalog zu erstellen und eine geeignete Internetseite oder Software zu finden um meine Umfrage Online zu ermöglichen.

Gerne könnt ihr auf unserer Instagramseite vorbeischauen 🙂 (Ijel.ev)

Sprachtandem während Corona

Beitrag von Ream

Aufgrund der aktuellen Lage ist es sehr schwierig, dass Sprachtandems sich treffen. Deshalb entschied ich mich für ein kleines digitales Projekt, in dem eine Person, deren Muttersprache nicht die deutsche Sprache ist, mit einer Person, deren Muttersprache Deutsch ist, online zusammenzutreffen und sich gegenseitig die Muttersprachen beibringen. Einige meiner Gedankengänge zu diesem Projekt habe ich in den folgenden Stichpunkten zusammengefasst:

  • Ich gebe eine kleine Definition von Sprachtandem (Was ist ein Sprachtandem?)
  • Ablauf des Sprachtandemprojekts:
    1. Sprachtandem finden (ich habe zwei Organisationen eine Email geschrieben und ein paar Personen haben mir zurückgeschrieben)
    2. Link erstellen für das Online-Treffen
    3. Themen für die Gespräche festlegen (Ich leite die Gespräche), wie z.B. Alltagsaktivitäten, Sätze bilden mit Hilfe von vorgegebenen Wörtern, Bilder beschreiben, frei reden
  • Zielsetzung des Projekts: Erfahrungsaustausch und Aktivitäten, um den Corona-Alltag zu meistern, psychologische und seelische Unterstützung untereinander