Wieso Workshops mehr Planung benötigen als erwartet

Beitrag von Emi

Mein Engagement für dieses Semester besteht darin, einen gendersensiblen Workshop für die Mitarbeiter*innen eines Kinder- und Jugendhilfeträgers zu gestalten. Hierfür habe ich als Unterstützung hinter den Kulissen mit einem Dipl. Sozialpädagogen der erziehungswissenschaftlichen Fakultät gesprochen und mir fiel auf, dass ein langfristiger Projektaufbau Ressourcen benötigen würde, die wir nicht hatten und die auch fernab eines ehrenamtlichen Engagements waren. Dass ich in meinen Vorstellungen mal wieder zu weit gegangen war und die Sache viel zu kompliziert angehen wollte, war nicht wirklich eine Überraschung. Statt also ein dauerhaftes Projekt zu gestalten, entschied ich mich dazu nur einen Workshop für den Träger zu halten.

Um zu wissen, was der Träger von mir erwartet und wie realistisch die Umsetzung meiner Projektidee tatsächlich sein würde, habe ich mich am 20. Mai mit A. Dargel zusammengesetzt. Zu meiner Freude war der Träger sehr interessiert an meiner Idee und spielte schon länger mit dem Gedanken einen derartigen Workshop oder eine Fortbildung anzubieten. Im Laufe der Besprechung haben wir uns darauf geeinigt, dass wir von einem Genderkompetenz-Training abweichen und den Workshop offener gestalten werden. Die Basics zum Thema Gender sollen erhalten bleiben, dann aber in Richtung praktischer Problembesprechung gehen. Den Fokus wollen wir also auf den Umgang mit sexistischen, homophoben und transphoben Kommentaren legen. Dazu gehört natürlich auch ein kurzes Briefing über die jeweiligen Thematiken. Letztendlich soll es sich dabei um einen etwa 7-stündigen Workshop-Tag handeln, bei dem ich von interessierten Mitarbeiter*innen des Trägers unterstützt werde. (Studentische Unterstützung ist weiterhin gerne gesehen, egal ob aus dem Kurs oder außerhalb! Interessierte können sich weiterhin bei mir melden, ich würde mich sehr freuen!) 

Soweit zur Planung. Wie die Umsetzung letztendlich aussehen wird, hängt davon ab, wie mein Konzept gegen Ende Juni aussehen wird, was die Bereichsleitung des Trägers noch für Anmerkungen hat und wann ein Raum für die Veranstaltung gemietet werden kann. Der Raum ist wiederum davon abhängig, wie viele Teilnehmer*innen es geben wird. Der Träger selbst umfasst 280 Mitarbeiter*innen, wir planen aber mit einer stellvertretenden Person pro Team, die dann als Multiplikator*innen für das Thema wirken sollen. Bisher sieht es so aus, dass ich Ende Juli ein weiteres Treffen mit A. Dargel und interessierten Helfer*innen haben werde. Und, sofern die aktuellen Regelungen bzgl. Versammlungen sich nicht verlängern, die Ausrichtung des Workshops Ende September angesetzt wird.

Es bleibt also spannend, wie sich das Projekt weiter entwickeln wird. Bis dahin wünsche ich euch allen gutes Gelingen für eure Projekte, bleibt gesund und zeigt Solidarität

Eure Emi

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