Spaziergänge, Kochen, Fahrradtouren, Deutsch üben – Tandem bei SwaF

Hallo, 

mein Name ist Hanna, ich wohne in St. Georg und studiere an der Universität Hamburg. Ich habe dieses Semester das Seminar Ziviles Engagement im Studium gewählt, da ich mir schon länger ein neues Ehrenamt suchen wollte, es aber nie wirklich gemacht habe. 

Für mein Engagement habe ich mich für die Organisation Start with a Friend (SwaF) entschieden. Dies ist eine deutschlandweite Organisation, welche  2015 in Berlin entstanden ist. Sie vermitteln EinwanderInnen und Locals aneinander, die dann ihre Freizeit gemeinsam gestalten können. Es geht also darum neue Freundschaften zu schließen und nicht darum ein Mentor oder ähnliches für die Einwanderer zu sein. 

Nach erster Kontaktaufnahme, folgte im November 2020 ein Infoabend über Zoom, bei dem im Anschluss direkt Einzelinterviews durchgeführt wurden, um die Interessen der Teilnehmer*innen herauszufinden und somit die Locals mit den Einwander*innen anhand von ähnlichen Interessen matchen zu können. Außerdem wurde ich gefragt, ob mir das Geschlecht, der Wohnort, das Alter und auch das Sprachlevel meines Tandempartners wichtig sei. Vor Corona gab es neben privat organisierten Treffen mit dem Tandem auch gemeinsame Spiele- und Kochabende, die aber wegen der aktuellen Situation momentan nicht stattfinden können.

1-2 Wochen nach dem Infoabend wurde bereits ein Tandempartner für mich gefunden. M. ist 27 und kommt aus dem Iran. Wir haben direkt Kontakt zueinander aufgenommen und uns für einen Spaziergang im Stadtpark verabredet. Da sein Deutsch noch nicht so gut ist, haben wir meist Englisch gesprochen, um das erste Kennenlernen ein wenig zu vereinfachen. Meine Tätigkeit wird sich vornehmlich also um Freizeitgestaltung mit M. handeln. Für die kommende Woche sind wir bereits zum Kochen verabredet. Generell kann man also sagen, dass mein Einstieg relativ schnell verlief, da ein passender Tandempartner für mich schnell gefunden wurde. 

Neben den privaten Treffen wurde bei dem Infoabend ebenfalls erwähnt, dass sich Start with a Friend auch immer über Hilfe bei der Organisation oder auch im Marketing freuen, da es deutlich mehr Einwanderer*innen als Locals in der Organisation gibt, die auf eine*n nette*n Tandempartner*in warten. Aus diesem Grund habe ich Kontakt mit einigen aus der PR-Abteilung aufgenommen und eine Verbindung zu meinem Bruder hergestellt, da er über WhatsApp einen digitalen Adventskalender (Whatsdrin.de) organisiert, bei dem eigentlich Gutscheine für lokale Einzelhändler aus Hamburg verteilt werden, um diese zu unterstützen und zu vermarkten. An den Adventstagen jedoch werden NGOs vorgestellt, um auch deren Reichweite zu vergrößern. Wenn ich weiterhin Zeit finde, könnte ich mir vorstellen auch organisatorische Aufgaben bei Start with a Friend zu übernehmen. Bis dahin bleibt es aber zunächst bei meinen Treffen mit M., die wir wöchentlich durchführen wollen. Geplant haben wir Kochabende (Iranisch-Deutsch) und eine Fahrradtour, solange es nicht zu kalt ist. 

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