Über die Nachteile des Online-Engagements

Beitrag von Julika

Ich würde hier gerne meinen dritten Meilensteinbeschreiben, doch leider kann ich dafür nichts zu Papier bringen. Denn so viele Dinge, die ich mir vorgenommen habe, sind einfach nicht möglich. Gerade die verschärften Regelungen der Kontaktbeschränkung machen es noch schwerer neue Dinge anzufangen. Mir fällt es auch schwer, an weiteren online Veranstaltungen teilzunehmen. Ich habe vor einiger Zeit angefangen die Zeit zu messen, die ich täglich vor dem Bildschirm verbringe. Ich komme dabei im Schnitt auf fünf bis sieben Stunden. Denn sowohl die Uni als auch mein Nebenjob finden momentan zu 100 Prozent online statt. Deshalb habe ich oft keine Lust und Kraft mehr mich für andere Projekte oder Workshops wieder in eine Zoom-Konferenz zu begeben.

Manchmal frustrieren mich auch online Freizeitaktivitäten sehr. Mir wird dadurch nur umso mehr bewusst, was alles nicht mehr möglich ist. Eigentlich möchte ich mich gar nicht beschweren. Ich lebe in einem der reichsten Länder der Welt, habe ein Dach über dem Kopf, immerhin einen kleinen Job und kann trotz der Pandemie mein Studium weiterführen. Damit habe ich schon deutlich mehr als viele andere Menschen auf dieser Welt. Trotzdem fehlen mir die sozialen Kontakte sehr. Der Mensch ist, wie es so schön heißt, ein Herdentier. Deshalb hoffe ich, dass bald ein zuversichtlicheres Ende in Sicht kommt.

Bis das der Fall ist, habe ich immerhin viele Dinge, auf die ich mich in meinem Engagement freuen kann. Kochevents von über den Tellerrand, gemeinsame Tanzabende und die Möglichkeit Z. und ihre Familie auch mal im echten Leben zu treffen. Außerdem freue ich mich auch darauf, wieder an Demonstrationen teilnehmen zu können und mich generell mit anderen gleichgesinnten verknüpfen zu können ohne dafür meinen PC einschalten zu müssen.

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